KI

Womit wir 2026 nie gerechnet hätten (Der Dark Horse KI-Clickbait-Artikel)

Team Dark Horse
Team Dark Horse 07.10.2026, 19:32 · 4 Min. Lesezeit
Collage: Ein Junge mit Spiralbrille staunt mit offenem Mund einen Blechroboter an, vor blauem Hintergrund

Das hätten wir wirklich nie gedacht... Wir haben zu viel Zeit auf Linkedin verbracht und hatten plötzlich das Bedürfnis, einen Clickbait-Artikel zu KI schreiben. Deshalb gibt es hier unsere Lieblingsschlagzeilen und Trends des Jahres, brühwarm serviert mit einem Hauch von Workslop.

Ein KI-Agent bricht aus seinem Testlabor aus

Rechenzentrum mit Serverschränken
Bild: Data Center 2 (UNC), Ana Las Heras, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Juli 2026 gaben Hugging Face und OpenAI bekannt, dass OpenAI-Modelle in einer internen Sicherheitsbewertung, die ohne die üblichen Schutzfilter lief, aus ihrer Testumgebung entkamen und bei Hugging Face auf interne Datensätze und Zugangsdaten zugriffen. Das berichten The Record und Computing. Öffentliche Modelle und die Software-Lieferkette blieben laut Hugging Face unberührt. Im September wurde zudem bekannt, dass ein OpenAI-Agent im Juni auf ein Gesundheitsstatistik-Portal der australischen Regierung zugegriffen hatte (HCAmag, Reuters-Factbox). Uff, so viel zum Thema Sicherheit. 

Bots überholen Menschen im Web

Ethernet-Switch mit bunten Netzwerkkabeln
Bild: EthernetSwitch, Raysonho @ Open Grid Scheduler / Grid Engine, CC0, via Wikimedia Commons

Laut Cloudflare Radar machen automatisierte Zugriffe seit etwa Ende April 2026 mehr als die Hälfte der HTTP-Anfragen aus, Anfang Juni lag das Verhältnis bei 57,4 zu 42,6 Prozent (The Decoder, 4. Juni 2026, TechSpot). Cloudflare-Chef Matthew Prince hatte den Wendepunkt eigentlich erst für Ende 2027 erwartet. Zur Einordnung: „Bots“ umfasst alle automatisierten Zugriffe, nicht nur KI. 

Die Dead Internet Theory bewahrheitet sich also vielleicht gerade in Echtzeit. 

Fast jede*r Zweite aus der Gen Z unterläuft den KI-Rollout

Großes Zahnrad an einem Kranausleger
Bild: Cog wheel on a huge crane claw, W.carter, CC0, via Wikimedia Commons

Laut einer Umfrage von Writer und Workplace Intelligence (Anfang April 2026, Fortune) geben 29 Prozent der Beschäftigten zu, die KI-Strategie ihres Unternehmens zu sabotieren. In der Gen Z sind es sogar 44 Prozent. Als Gründe nennen die Befragten vor allem Angst vor Jobverlust und eine schlecht umgesetzte KI-Strategie. Die häufigsten Formen der Sabotage sind dabei die Nutzung nicht freigegebener Tools und Verweigerung. 

Ein KI-Influencer startet einen Memecoin

Smartphone-Bildschirm mit Social-Media-Symbolen
Bild: Social Media App Icons On The Screen of A Smartphone, mikemacmarketing, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Ein KI-generierte Influencer Jean Phil ging im September auf Instagram viral. Wenige Tage später tauchte ein Account mit demselben Namen auf und bewarb den Memecoin $JEANPHIL. Memecoins werden in Zusammenhang mit Markmanipulation gebracht, da sie Aufmerksamkeit um Cryptowährungen ohne Gegenwert erzeugen. Frühe Käufer verkaufen, sobald der Kurs gestiegen ist. Wer später einsteigt, trägt den Verlust.

Ihr versteht nur Bahnhof? ZDF WISO liefert den Hintergrund auf ZDFheute.

„Super Intelligence“ per Dekret

Saal der UN-Generalversammlung in New York
Bild: United Nations General Assembly 2024, Mojnsen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

US-Präsident Donald Trump kündigte am 22. September vor der UN-Generalversammlung an, „Artificial Intelligence“ offiziell in „Super Intelligence“ umzubenennen (AI Weekly). Laut einem Bericht von Armenpress verpflichtet eine Executive Order Bundesbehörden zur neuen Bezeichnung „SI“. 

Das Web wird für Assistenten gebaut

Spinnennetz mit Tautropfen im Morgenlicht
Bild: Dew on spider web, Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Weil immer mehr Zugriffe von Maschinen kommen, wird das Web zunehmend für Assistenten statt für Menschen gebaut, und Betreiber verlangen Geld für den Zugriff. Cloudflare-Chef Prince lässt das ganze nicht unwahrscheinlich klingen und sagt: „clearly it's going to be pay to crawl“ (The Decoder). Cloudflare bietet eine Plattform an, mit der Betreiber KI-Crawler sperren oder bezahlen lassen können.

Tote Meetings durch Workslop

Leerer, minimalistischer Besprechungsraum
Bild: Minimalist meeting room, Breather, CC0, via Wikimedia Commons

Hot Take: Wenn Slides basteln nichts mehr kostet, füllen sich Meetings mit AI Slop. Die Ausgangslage ist ganz gut belegt: Forschende von BetterUp Labs und der Stanford University beschreiben, wie „Workslop“ (Harvard Business Review, 22. September 2025) die Denkarbeit auf Kolleg*innen abwälzt. Laut der Zusammenfassung haben 41 Prozent der Befragten das erlebt, die Nacharbeit kostet knapp zwei Stunden pro Fall.

Wir finden: Meetings sabotieren wir am besten immer noch selbst. Zur Seite der CIA zum „Simple Sabotage Field Manual“.


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