Vor knapp 2 Jahren haben wir das Experiment gewagt, in einer Woche klimaneutral zu werden. Das Experiment war damals erfolgreich, allerdings für uns nur ein erster Schritt. Die nächsten Schritte sollten folgen.
Wieder 2 Jahre später möchten wir von genau diesen nächsten Schritten berichten – nicht als Vorlage oder Blaupause für andere Organisationen, sondern eher als Inspiration und Ansporn, eigenen Schritte zu wagen. Und natürlich im Umkehrschluss als Einladung, unsere eigenen Anstrengungen bei Dark Horse zu challengen und uns selbst zu weiteren Schritten zu ermutigen.
Lange Rede kurzer Sinn, hier kommt unser Spoiler: in diesen 2 Jahren haben wir es durch (aus unserer Sicht) „low-hanging fruits“ geschafft, unsere Emissionen um 50% zu reduzieren.* Tschakka!
*Warum wir im Jahr 2023 die Zahlen von 2021 veröffentlichen? Nun, gut Ding will Weile haben. Und es blieb liegen. Die Auswertung für 2022 ist aber fast fertig!
Jetzt aber der Reihe nach:
Für uns war schon damals klar, dass Klimaneutralität nur ein Zwischenschritt sein kann: Wie bei der Covid-Pandemie hilft es ja wenig, die Inzidenzzahlen konstant zu halten (aka klimaneutral zu halten). Der Schritt nach Klimaneutralität ist also Klimapositivität: Wie können wir mehr CO2-Emissionen wieder in den Boden bekommen als wir selbst verursachen? Salopp gesprochen.
Unser Mittel der Wahl ist die Klimavorsorge. Unsere Klimavorsorge versucht 2 CO2-Fliegen mit einer Klimaklappe zu erwischen:
1. Wie können Organisationen ihre Mitarbeitenden zu (noch) mehr Klima-Engagement ermutigen und dabei selbst klimapositiv werden?
2. Wie kommen wir aus der selbst gebauten Falle des individuellen CO2-Fußabdrucks raus (bei der jede Klimaanstrengung immer nur ein wichtiger Tropfen auf einem heißen Stein sein wird)?
Wer mehr dazu erfahren möchte, findet hier die genaue Beschreibung, was die Klimavorsorge ist. Kleiner Hinweis: Kopieren und Abkupfern explizit erwünscht, die Klimavorsorge ist Open Source und kann von jeder Organisation übernommen und weiterentwickelt werden.
Wie haben wir das nun also geschafft, 50% zu reduzieren? Wie es sich für einen ordentlichen Blogartikel samt Clickbait gehört, hier mal eine TOP-X-Liste unserer liebsten und leckersten „Low Hanging Früchte“:
Neben diesen Maßnahmen haben wir noch eine Menge weiterer Maßnahmen eingeführt, die man hier nachlesen kann. Wenn ihr Fragen habt oder Sparring bei der Umsetzung braucht – meldet euch gerne #No-strings-attached
Für 2023 haben wir uns einen neuen Früchtekorb zusammengepackt, den wir gemeinsam angehen. Hier mal ein kurzer Vorgeschmack:
Jetzt kommt mal endlich ein Brett im Früchtekorb, quasi die Kokosnuss unserer Klimaanstrengungen: Wie können wir unsere eigenen Angebote so verändern, dass sie enkelkindergerecht wirken?
Die ersten Initiativen werden wirksam (Design for Sustainability, regenerative Geschäftsmodelle & Strategien oder Transformatives Regieren, erste Kollaborationen mit Einhorn), doch hier ist weiterhin noch viel Luft nach oben.
Übrigens: Agenturen wie wir haben vielleicht selbst nur einen kleinen CO2-Fußabdruck, aber sind gleichzeitig ein wirksamer Hebel für Veränderungen bei anderen. Dieser TED Talk macht das wunderbar deutlich:
https://www.youtube.com/wadQYfflJ4V5Q
Soweit der Einblick in unsere Klima-Anstrengungen. Nach 2 Jahren Retrospektive waren wir dann doch erstaunt, wie schnell wir durch low-hanging fruits nicht nur klimaneutral wurden, sondern auch 50% unserer Emissionen vermeiden konnten. Lohnt sich also …
Da für uns Klima-Engagement aber Teamsport ist und wir alle mehr low-hanging fruits essen sollten: Wie sieht euer Früchtekorb aus? Welche Frucht schmeckt euch gut, die wir uns abschauen können? An welcher Kokosnuss beißt ihr euch die Zähne aus?
Wir freuen uns auf Erfahrungsberichte, kritisches Hinterfragen und Tipps und Tricks. Für mehr kollektiven Klimaschutz!
Ihr wollt noch tiefer ins Thema einsteigen? Dann haben wir ein paar Links für euch: