Digital Innovation Playbook · Board
Board - Innovation Board
Das Herzstück des Buchs: ein Board, auf dem der Spielstand einer Innovationsentwicklung steht — was ihr über die Nutzer wisst, welche Idee ihr verfolgt und was die Tests ergeben haben.
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Wofür ist das?
Innovationsprojekte scheitern selten an fehlenden Ideen. Sie scheitern daran, dass Macher und Manager über dasselbe reden und Verschiedenes meinen. Das Innovation Board legt beide Seiten auf ein Blatt: Es definiert die Begriffe, stellt die Konzepte nebeneinander und zeigt auf einen Blick, was schon belegt ist und was noch Annahme.
Es besteht aus drei Modulen — explore, create, evaluate — die gleich viel Platz bekommen, weil sie gleich wichtig sind. Einen definierten Anfang hat das Board nicht: Wo ihr einsteigt, hängt davon ab, was ihr schon wisst und was ihr als Nächstes klären müsst.
Für Manager ist es die Vergleichbarkeit zwischen Projekten und der Überblick über Chancen und Risiken. Für Macher sind es klare Ergebnisziele bei freier Wahl des Wegs dorthin. Für beide sind es klare Kontrollpunkte statt permanenter Rechtfertigung.
Schritt für Schritt
- Startpunkt bestimmen. Wo steht ihr? Kein Projekt beginnt bei null — es gibt Vorwissen, laufende Maßnahmen, gescheiterte Vorgänger. Daraus ergibt sich, in welchem Modul ihr anfangt.
- Spielfelder befüllen. explore: Trends & Technologien, Fakten, User Insights, potenzielle Partner & Wettbewerb, Potenzialfelder, Needs, Touchpoints. create: Ideenbeschreibung, adressierter Nutzer, adressierte Bedürfnisse, Probleme, das Wow, High-Level Concept, How Might We, Ideenpotenzial. evaluate: Value Proposition Score, Assessment, Preispunkt & Kaufbereitschaft, User Experience, Kanäle, unfairer Vorteil, KPI, Revenue Stream.
- Zwischen den Modulen springen. Und dabei bewusst den Denk-Modus wechseln: im explore-Modul der Abenteurer, der entdecken will; im create-Modul der Gestalter, der bessere Lösungen baut; im evaluate-Modul der kritische Geist, der prüft und anwendbar macht.
- An den Kontrollpunkten übergeben. Projekt-Start-Workshop, How-Might-We-Übergabe, Verständnisprototyp-Übergabe, Investment-Entscheidung. Dazwischen organisiert sich das Team selbst.
- Eine zweite Runde drehen. Beim zweiten Durchlauf verschiebt sich das Gewicht: explore wird ergänzt und geschärft, im Mittelpunkt steht dann evaluate.
Worauf du achten solltest
Das Board als Prozess lesen. Es hat keine feste Reihenfolge und kein definiertes Ende. Wer es als Formular von links nach rechts abarbeitet, hat das Gegenteil dessen getan, wofür es gebaut ist.
Nur ein Modul füllen. Am Ende müssen alle drei ausgefüllt sein. Ein starkes create ohne evaluate ist eine gut gemalte Vermutung.
Ergebnisse und Annahmen vermischen. Auf dem Board steht der Spielstand — was daran belegt ist und was Bauchgefühl, muss unterscheidbar bleiben.
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